Verein zum Abbau von Grenzen

Im nördlichen Waldviertel (Niederösterreich) liegt auf einem Höhenzug zwischen der Thaya und südböhmischen Waldteichen der kleine Grenzort Fratres in weiträumiger Landschaft. Der alte Gutshof, der noch Kaiserin Maria Theresia beherbergt haben soll, ist heute Sitz der KULTURBRÜCKE FRATRES und Anlaufstelle für Kunstinteressierte aus mehreren Regionen Mitteleuropas. Hier hat der Verein ein offenes Forum für grenzüberschreitende Kulturarbeit und eine Begegnungsstätte von besonderer Atmosphäre eingerichtet.

Hauptanliegen ist, die seit der Grenzöffnung entstandenen Kontakte zwischen Österreich und Tschechien kulturell zu vertiefen, die regionale Identität zu stärken und das zusammenwachsende Europa als vielfältigen Kulturraum ins Bewusstsein zu rücken. Einer kritischen Prüfung wird das Verhältnis Europas zu den außereuropäischen Kulturen unterzogen.
Grenzüberschreitung heißt auch das Leitmotiv für die Veranstaltungen, in denen eine spannende Verbindung der Bildenden Künste mit Musik und Tanz, Literatur und Architektur angestrebt wird. Zentraler Bezugspunkt der Ausstellungen und Symposien ist das MUSEUM HUMANUM als Schauplatz zeitloser menschlicher Themen und deren künstlerischer Interpretation. Die Facetten und Codes zeitgenössischer wie auch alter Kunst werden in einem interessanten Gegenüber dargestellt und auf neue Ansätze hin untersucht. Ein spartenübergreifendes Experiment, das einen Kontrapunkt zu den zahllosen Spektakeln des Zeitgeistes setzt.